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Leistungstests dienen der Trainingssteuerung

Um ein Ziel zu erreichen, muss man den Startort und den Weg kennen. Dies gilt auch für das Training im Sport. Mit geeigneten Tests können die körperlichen Ausgangswerte bestimmt und davon die richtigen Trainingsmassnahmen abgeleitet werden.

Wer regelmässig Sport treibt, hat meistens nicht nur Spass an der Bewegung, sondern verfolgt auch ein Trainingsziel. Dieses kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Während Sportler an Wettkämpfen gut abschneiden möchten, schwitzen andere für Gesundheit und Wohlbefinden. So oder so: um das Training optimal gestalten zu können, sollte Klarheit über den aktuellen Leistungsstand und die angestrebten Ziele bestehen.

Um ein Ziel zu erreichen, muss man den Startort und den Weg kennen. Dies gilt auch für das Training im Sport. Mit geeigneten Tests können die körperlichen Ausgangswerte bestimmt und davon die richtigen Trainingsmassnahmen abgeleitet werden.

Wer regelmässig Sport treibt, hat meistens nicht nur Spass an der Bewegung, sondern verfolgt auch ein Trainingsziel. Dieses kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Während Sportler an Wettkämpfen gut abschneiden möchten, schwitzen andere für Gesundheit und Wohlbefinden. So oder so: um das Training optimal gestalten zu können, sollte Klarheit über den aktuellen Leistungsstand und die angestrebten Ziele bestehen.

Tests – ein ständiger Begleiter

Obwohl in der Regel nur Leistungssportler regelmässig Tests absolvieren, sind diese doch ein ständiger Begleiter im Training. Der Hobby-Läufer läuft regelmässig die gleiche Strecke und misst die benötigte Zeit, der Weitspringer seine Sprungleistungen, die Aquafit-Teilnehmerin hinterfragt ihre Befindlichkeit während oder nach der Lektion, um dann festzustellen, dass sie das Training immer besser verkraftet. Wir alle sind uns gewöhnt, unsere Fortschritte durch Messen und Beobachten zu überprüfen, auch wenn wir nicht in erster Linie gute Wettkampfleistungen anstreben. Ziel ist es vielmehr, durch den sichtbaren Fortschritt Motivation zu tanken für die nächsten Trainingseinheiten.

Belastungen steuern

Sportler orientieren sich stark an Wettkampfleistungen. Dies ist jedoch vor allem in der langen Vorbereitungsphase über den Winter wenig hilfreich, da Orientierungspunkte fehlen. Deshalb werden Ziele für überschaubare Zeiträume festgelegt, eine Art Etappen auf dem Gesamtweg. Die Zielerreichung wird laufend mit Tests überprüft, so dass eine ständige Verlaufskontrolle vorgenommen wird.
Weit verbreitet sind Leistungskontrollen im Ausdauerbereich. Bereits Hobbysportler steuern die Intensität ihres Trainings mit Pulsuhren, orientiert an allgemein gültigen Faustregeln oder an individuellen Werten, die in relativ aufwändigen Testverfahren erkannt wurden. Dabei ist entscheidend, die so genannte anaerobe Schwelle zu bestimmen, also den Leistungsbereich, bei dem der Körper mit dem aufgenommenen Sauerstoff gerade noch arbeiten kann und nicht übersäuert. Zur Bestimmung dienen zum Beispiel ein Conconi-Test oder Stufentest, wobei die genaue Bestimmung der Schwellenwerte häufig schwierig ist. Ausgehend vom Puls an der Schwelle werden anschleissend Trainingsintensitäten mit dazugehörigen Herzfrequenzwerten bestimmt. Mit den verschiedenen Testverfahren können aber auch Defizite aufgezeigt oder die Trainingsfortschritte dokumentiert werden. Hingegen können die Werte nicht einfach auf andere Ausdauerdisziplinen übertragen werden: Die besseren Ausdauerwerte beim Laufen entsprechen nicht unbedingt auch besseren Leistungen beispielsweise beim Schwimmen, das den Körper auf eine ganze andere Art fordert.

Kraft testen

Eher unüblich im Gesundheits- und Fitnesssport ist der Einsatz von Krafttests, obwohl die Messungen formal relativ einfach wären. Man behilft sich in der Regel damit, die Kraftfähigkeiten abzuschätzen, indem man Widerstände erfasst, die man zum Beispiel gerade noch zehnmal bewältigen kann.
Im Leistungssport interessiert mehr die spezifische, für die Sportart entscheidende Kraft. Mit Kraftmessplatten wird beispielsweise die Kraftentwicklung des Sportlers bei verschiedenen Sprungaufgaben überprüft. Immer mehr zum Thema wird aber auch die körperliche Stabilität, deren Bedeutung auch für die sportliche Leistung immer deutlicher sichtbar wird. Die von Swiss Olympic herausgegebenen Globaltests stehen heute zunehmend mehr auch im Breitensport im Einsatz.

Schwierige Interpretation

Der korrekte Einsatz von aussagekräftigen Tests im Training erfordert aber auch einiges Fachwissen. So ist die Wahl des Verfahrens abhängig von einer exakten Fragestellung. Der Sportler oder Trainer muss genau wissen, was er messen will, und welcher Test dafür am besten geeignet ist. Zudem gibt es bei der Durchführung einige Einflussfaktoren, die das Ergebnis verfälschen können. So ist die Tagesform des Sportlers, seine Motivation, das Umfeld, Tageszeit und Wetter und vieles mehr entscheidend für die erbrachte Leistung. Der so entstehende Messfehler kann durchaus so gross sein wie der erwartete Leistungsfortschritt, vor allem wenn der Testintervall kurz gewählt wird. Es ist deshalb sinnvoll, nicht zu häufig zu testen, um überhaupt deutliche Aussagen machen zu können.

Der Einsatz von motorischen Tests

Um motorische Tests gezielt einsetzen zu können, müssen einige Punkte beachtet werden:

Auswahl: Der Test misst, was er soll. Die Genauigkeit entspricht den Anforderungen, der Aufwand (Zeit, Kosten) ist vertretbar.
Testbedingungen: Die Tageszeit und Temperatur ist vergleichbar, störende Einflüsse werden abgehalten. Die Vorbelastung ist ähnlich. Keine speziellen Diäten, keine schwere Nahrung kurz vor dem Test. Das Einlaufen ist identisch. Test unbedingt am Anfang eines Trainings absolvieren! Die Motivation der Teilnehmer ist vorhanden. Verordnete Tests sind häufig nicht sehr aussagekräftig…
Durchführung: Genau nach Protokoll. Keine Änderungen vornehmen, die einen Einfluss haben können!
Auswertung: Grundsätzlich gibt es verschiedene Bezugsnormen. Für die Trainingskontrolle ist es sinnvoll, die eigenen Fortschritte zu beachten. Als allgemeine Standortbestimmung können die Resultate aber auch in der Gruppe verglichen werden. Bei vielen Tests gibt es aber auch Normwerte, die auf Werten von grossen Bevölkerungsgruppen basieren.

Ablauf der Trainingsplanung

1. Zielformulierung Was will ich?
2. Eingangsdiagnose Wo stehe ich?
3. Massnahmen Was unternehme ich?
4. Kontrolle Wie teste ich?
5. Auswertung Ziel erreicht?
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