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Sportmotorische Entwicklungsstudie:|Die schwersten Kinder legen am meisten zu

Mit Unterstützung der Eidgenössischen Sportkommission (ESK) wird die sportmotorische Bestandesaufnahme (SMBA) aktuell zu einer Längsschnittuntersuchung ausgebaut. Ein Jahrgang Schüler aus Winterthur wird ab der ersten Klasse jährlich auf ihre sportmotorischen Fähigkeiten getestet. Von Februar bis April wurden die Kinder nun zum zweiten Mal getestet. 

Die Zweitklässler konnten ihre körperliche Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern, ausser in der Beweglichkeit. Im Standweitsprung erreichten die Mädchen ein Jahr später die Werte der Knaben von 2008. Je nach Disziplin haben sich die verschiedenen Leistungsgruppen unterschiedlich entwickelt. Beim seitlichen Springen machten die Schwächsten die grössten Fortschritte. Im Bereich der Ausdauer steigerten sich die besseren Läufer, während die Leistung der schwächeren stagniert. 

Schwere Kinder noch schwerer

Alle Kinder der zweiten Klassen sind ein Jahr später erwartungsgemäss grösser und schwerer. Vor allem bei den Knaben hat die Zahl der übergewichtigen Kinder leicht zugenommen. Die grösste Gewichtszunahme wurde bei den schwersten Kindern festgestellt. Der Einfluss des Körpergewichts auf die Leistungsfähigkeit nimmt in der zweiten Klasse deutlich zu. 

Ziel der Studie

Ziel der motorischen Entwicklungsstudie ist es, «normale» Entwicklungsverläufe festzuhalten und mögliche Ursachen zu bestimmen, aber auch die Stabilität von motorischen Fähigkeiten über die Jahre zu ergründen. Gleichzeitig ergeben die gesammelten Daten auch Normwerte für Schweizer Schüler, die aktuell fehlen. Damit können künftig Wirkungen von Interventionen einfacher und schneller abgeschätzt werden. Ein erster Zwischenbericht wird Ende 2009 veröffentlicht.

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